Liebe, Tugend und die wahre Freiheit

Unter diesem Titel beginnt am 12. September 2016 eine neue Reihe in der Radioakademie im Glaubensforum. Es geht dabei um moraltheologische Themen.

„Was wir wirklich wollen – Liebe, Tugend und die wahre Freiheit“ beschäftigt sich zunächst mit den grundlegenden Thematiken der Moraltheologie: die Suche nach dem Glück, die Leidenschaft der Liebe, die menschliche Handlung, die Tugenden, die praktische Vernunft, das natürliche Sittengesetz und das Gesetz Christi. In einem zweiten Teil wird auf einige spezifische Herausforderungen eingegangen, wie der Frage nach unbedingten moralischen Verpflichtungen, der autonomen Moral und schließlich einige Aspekte der christlichen Sexual- und Familienlehre.

Prof. Dr. Steohan Kampowski

Der Referent:

Prof. Dr. Stephan Kampowski wurde 1972 in Kaufbeuren (Deutschland) geboren. Er ist Professor für philosophische Anthropologie am Päpstlichen Institut „Johannes Paul II.“ für Studien über Ehe und Familie in Rom, wo er auch seine Dissertation über Hannah Arendts Handlungs- und Moraltheorie verteidigt hat. Er ist einer der Koordinatoren des Masterstudienlehrgangs Bioethik und Bildung, der vom Institut „Johannes Paul II.“ zusammen mit dem Bioethikinstitut der Universität des Heiligen Herzens/Rom, organisiert wird.

Bevor er nach Rom kam, hat Prof. Kampowski am Internationalen Theologischen Institut in Gaming/Österreich, studiert, wo er 2000 ein Lizentiat in Theologie erworben hat. Begonnen hat er seine Studien an der Franciscan University of Steubenville, Ohio, USA, wo er 1998 mit einem Master in Philosophie und einem weiteren Master in Theologie den Abschluss machte.

Forschung und Veröffentlichungen:

Seine Doktorarbeit wurde unter dem Titel „Arendt, Augustine, and the New Beginning. The Action Theory and Moral Thought of Hannah Arendt in the Light of Her Dissertation on Saint Augustine von Eerdmans“, Grand Rapids, USA veröffentlicht. Im Frühjahr 2008 verbrachte er ein Forschungssemester an der Duke University in Durham, North Carolina, wo er unter der Leitung von Prof. Dr. Stanley Hauerwas an einem Projekt über die Beiträge von Hans Jonas und Jürgen Habermas zur aktuellen Bioethikdebatte arbeitete. Frucht dieses Semesters ist sein Werk „A Greater Freedom. Biotechnology, Love, and Human Destiny. (In Dialogue with Hans Jonas and Jürgen Habermas)“, das von Pickwick Publications, Oregon veröffentlicht wurde. „2013 erschien sein Buch Ricordati della nascita. L’uomo in ricerca di un fondamento im Verlag Cantagalli“, Siena. Zusammen mit Prof. Dr. Juan-José Pérez-Soba schrieb er ein Buch als Beitrag zur Synodendebatte über die Familie: „Das wahre Evangelium der Familie: Die Unauflöslichkeit der Ehe: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“, Media Maria, Illertissen 2014. Auch sein jüngste Veröffentlichung greift die Thematiken der Familiensynoden auf: „Familienmodelle in der Diskussion: unvollkommene Ausdrücke desselben Ideals?“ Grignion Verlag, Altötting 2015.

Mehr zu seiner Person: www.stephankampowski.com

Weiteres zum Institut „Johannes Paul II“: www.istitutogp2.it